Fredag, 12:00

Was Nummernschilder mit Ankommen zu tun haben

Hej hej,

Da auf meinen letzten Eintrag niemand reagiert hat (lol), schreibe ich jetzt über ein anderes Thema und zwar: Nummernschilder.

In Deutschland habe ich immer eine Art Spiel mit Nummernschildern gespielt. Ich habe mir ein Nummernschild angesehen und dann überlegt, ob es personalisiert ist und wenn ja für was es steht oder was für Wörter man daraus machen könnte. (Bsp.: DD ER 3748, es klingt wie DDR), das selbe mit den Zahlen (im Bsp: 3 und 4, 7 und 8 sind aufeinanderfolgende Zahlen und die wurden gemischt) (Ja, ich weiss, ich bin seltsam.)

Hier in Schweden sehen die Nummernschilder anders aus. Sie bestehen aus drei Buchstaben und drei Zahlen, man kann an ihnen nicht erkennen, woher das Auto kommt.

Am Anfang habe ich immer sofort gesehen, wenn ein schwedisches Nummernschild an einem Auto hing, mittlerweile fällt es mir nicht mehr auf.

Vor ein paar Wochen habe ich aus dem Augenwinkel ein Nummernschild gesehen und mein Kopf schnellte sofort zurück, da mein Gehirn dachte, es ist ein deutsches. Auf den zweiten Blick war es allerdings ein schwedisches. Dieses Szenario hat sich noch ein paar mal wiederholt und ich habe darüber nachgedacht und kam zu dem Schluss, dass wenn mein Gehirn denkt, es sieht deutsche Nummernschilder es sich wie zuhause also „normal“ fühlt. Und „normal“ sind für mich eben deutsche Nummernschilder.

Nach dieser super durchdachten Theorie nach, bin ich also endlich in Schweden angekommen und fühle mich hier komplett zuhause.

Diesen Punkt nehme ich gleich auch noch zum Anlass, um über Schwedisch zu schreiben. Mittlerweile verstehe ich das meiste und es ist ziemlich seltsam, da ich nie wirklich irgendwas für mein Schwedisch gemacht habe (wie Sprachkurse auf Duolingo etwa) ausser zu den nybörjare svenska Stunden zu gehen. Das heisst also, dass mein Gehirn von selbst anfängt die Grammatik zu kapieren und das ist ziemlich cool. Man kann also jede Sprache nach ungefähr drei Monaten verstehen, wenn man sich komplett damit umgibt (wie das bei Sprachen mit anderem Alphabet ist weiss ich aber nicht. Vielleicht probiere ich das irgendwann mal aus.) Diese „Anpassungsfunktion“ ist unglaublich faszinierend.

Schon viele Menschen in meinem schwedischen Umfeld haben mir gesagt, dass mein Schwedisch extrem gut ist (für drei Monate hier), dabei finde ich das überhaupt nicht. Ja okay, ich verstehe das meiste, aber ich spreche echt langsam und kaum (ausser Trinity zwingt mich xD). Schreiben ist dagegen echt einfach, ich schreibe mit meiner Local Coordinatorin und meiner Gastmutter meistens Schwedisch, nur für Sachen, die komplizierte Wörter oder Themen beinhalten wechele ich auf Englisch.

Alle sagen mir immer, ich soll anfangen, Schwedisch zu reden, aber das ist aus mehreren Gründen echt schwer:

  1. Ich traue meinem Schwedisch noch nicht, da ich nicht finde, es ist gut.
  2. Ich habe mich quasi hier daran gewöhnt Englisch zu reden und auch mein Umfeld wechselt automatisch ins Englische wenn sie mit mir reden (ausser meine Gastmutter und eine Freundin, wenn wir proben. Dann redet sie in schnellen, langen Sätzen auf mich ein, sodass ich Mühe habe, sie zu verstehen und meistens einfach „ja, okay“ sage, obwohl ich nur die Hälfte verstanden habe.)

Okay, nun zum letzten Punkt und der Auflösung des Clickbaites vom letzten Eintrag:

Ich habe jetzt endlich eine Gastfamilie (zur Erinnerung, die jetzige ist „nur“ eine Welcome Family). Theoretisch weiss ich von dieser Familie seit Mitte Oktober, aber es dauerte lange, bis alles mit dieser Familie und der Schule klar war. Gestern habe ich mich dann mit meiner LC getroffen um ein Zugticket zu buchen, da diese Familie nicht in Gävle/Umgebung wohnt. Ursprünglich wollte ich mit dem Zug fahren, aber das war dann irgendwie doch zu kompliziert und so haben meine LC (ich habe keine Ahnung, ob ich ihren Namen nennen darf) und ich nach mehreren Anrufen in Deutschland bei meinem Vater, SJ (die Zuggesellschaft, ungefähr sowas wie die DB), UL (die regionale Zuggesellschaft, sozusagen die S-Bahn) und SAS (die skandinavische Fluggesellschaft) eine Zugfahrt von Gävle nach Arlanda (Stockholms Flughafen) und von dort aus einen Flug nach Luleå gebucht. (Luleå ist vermutlich die grösste nördliche Stadt an der Ostsee, ca. 100km südlich vom Polarkreis.)

Morgen in einer Woche geht es los, aber um ehrlich zu sein, habe ich es noch nicht realisiert, dass ich dann meine neu gewonnenen Freunde und das jetzt bekannte Umfeld verlasse und noch einmal neu starte.

Meine beste Freundin hier sehe ich heute zum letzten mal, da sie nächste Woche mit ihrer Familie in den Urlaub fährt. Und jetzt ratet mal wohin: nach Dresden. Um den Strietzelmarkt zu besuchen (ja, sie wissen, dass der noch nicht offen ist). Sie hat mir versprochen, viele Bilder zu schicken. 🙂

Heute und nächsten Donnerstag haben wir die Aufführungen unserer erarbeiteten Szenen im Theaterprogramm und ich kann mir einen Satz partout nicht merken. Mal sehen wie das wird.

Okay und hiermit beende ich diesen extrem langen Eintrag und entschuldige mich schonmal für Rechtschreib- und Grammatikfehler, mein Deutsch lässt langsam echt z wünschen übrig.

Vi hörs, Luise

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Montag, 14:08

Hej!

Sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, ich hatte irgendwie keine Zeit und keine Lust. (Aber ein Video habe ich trotzdem hinbekommen.)

Weil ich keine Ahnung habe, über was ich schreiben soll, habe ich die Idee, dass ihr mir alle Fragen schicken könnt, die ich dann in einem Eintrag beantworten werde.

Hier schon mal die ersten Fragen aus einer Austauschschülergruppe, die nur ein wenig gestört ist. Da ich das ja aber auch bin, ist das okay.

Frage: Hast du schon nen Boy gefunden? (Frage von Hannah, Grüsse an Nicole)
Antwort: 🤦🏾‍♀ (ist wirklich die originale Antwort)

Frage: 1-42 wie k-Pop bist du schon? (Frage von Nina)
Antwort: Sie ist Level 50 (Antwort von Zoe für mich)

Frage: Wenn du eine deutsche Mahlzeit essen könntest, welche? (Frage von Annemieke)
Antwort: Das ist in der Tat eine gute Frage. Um Mark-Uwe zu zitieren: Woran bemerkt man eine gute Frage? Daran, dass man keine Antwort findet. (Aber vermutlich würde ich Kartoffeln mit Quark oder Pfannkuchen auf deutsche Art (also mit Apfelmus und Zucker und Zimt) essen.)

Okay, das war es jetzt erstmal, ich bin gespannt auf eure Fragen und demnächst kommt auch noch eine Ankünkigung (Ich weiss nicht, wie viel ich davon sagen darf, deshalb erst später)

Hejdå, Luise

Sonntag, 17:25

Hej hej!

Ich wollte kurz über zwei Themen reden und zwar Gastfamilien und Stress.

Okay, zuerst die Gastfamilie: Meine Hostparents sind extrem nett und kümmern sich auch um mich, dass meine Hostmum dabei manchmal ein bisschen über die Stränge schlägt, ist okay. Sie will eben nichts falsch machen, vergisst aber dabei, dass ich schon 16 Jahre alt und es gewohnt bin, Dinge selbst zu organisieren und dass es reicht, bestimmte Sachen ein- oder zweimal zu sagen, anstatt 3752075047 mal. Da sie von Donnerstag auf Freitag in Stockholm auf einer Lehrerfortbildung war und Kalle sehr früh zur Arbeit musste, habe ich bei Freunden von ihnen übernachtet, wobei ich mir mit der Tochter das Zimmer geteilt habe. Wir haben noch lange geredet und dabei ist mir aufgefallen, wie sehr ich es eigentlich vermisse, Geschwister zu haben. (Das IKEA-Bettzeug, welches wir ca. 4380732 mal zuhause in Deutschland haben, lasse ich jetzt mal aus.) Und ja, ich beichte gerade, dass ich meine Lieblingszimmerteilerinundschwester Anne vermisse. Dass mir das mal passiert, hätte ich niemals gedacht. 😀 Im Moment ist sie btw auf dem Weg nach London, ich wiess sie an, mir ein Bild der Bakerstreet 221B zu schicken.

Ich denke allerdings, dass ich nicht nur Anne vermisse (den Rest meiner Familie und Freunde natürlich auch), sondern generell Geschwister zu haben. Sie können zwar verdammt nervig sein, aber irgendwie mag man sie ja trotzdem… ‚:D

Okay, der zweite Punt: Stress. Wer mein letztes Video gesehen hat (ich weiss nicht, ob ich es hier mal erwähnt habe), weiss, dass ich in eine Musikschule gehe, wo ich Bratsche und Cello spiele. Das mache ich hauptsächlich, weil ich es in Deutschland auch gemacht habe. Am Freitag hatte ich das monatliche Gespräch mit meiner Local Coordinatorin und wir sind im Laufe des Gespräches darauf gekommen, dass ich das ALJ ja auch mache, weil ich mal etwas Neues ausprobieren möchte. Infolge des Gespräches habe ich beschlossen, mit dem Bratschen- und Cellounterricht aufzuhören (nur in Schweden, in Dresden werde ich mich dem Stress wieder aussetzen), aber nicht mit dem Orchester. Als ich das mit mir selbst beschlossen habe, ist irgendwie eine grosse Last von mir abgefallen, so dass ich den Druck, üben zu müssen, nicht mehr nur noch mit schlechtem Gewissen vergessen kann. In der nächsten Woche werde ich dann mit Åsa und Monica darüber reden. Aufhören ist für mich hier auch leichter, da ich nichts für den Unterricht bezahle, in Dresden wäre das komplizierter. Hinzu kommt, dass ich nach den Instrumentstunden meistens mit den Nerven am Ende bin und nur noch irgendwo sitzen und laut Nirvana, Green Day oder Linkin Park hören will. Das liegt aber keinenfalls an meinen Lehrern, sie sind echt nett, sondern an mir.

Okay, genug gelabert, hejdå (Sorry falls hier irgendwelche Fehler sind, aber ich schreibe mit dem Schulrechner, da gibt es erstens kein eszet und kein ü (das muss man über ne extra Tastaturkombination einfügen), ausserdem kennt der Rechner die deutsche Sprache nicht, deshalb ist so ziemlich alles rot unterstrichen.)

Montag, 14:00

Hej hej!

Die letzten Wochen waren etwas stressig und gleichzeitig entspannt.

Vor zwei Wochen waren eine italienische Schüler hier (Schüleraustausch). Und wie bei einem Schüleraustausch üblich, macht man verschiedene Aktivitäten. Am Dienstag, 5. September, war nach dem Unterricht ein Kurs für Schwedischen Volkstanz. Da wir (Sakura, Nina und ich) auch Austauschschüler sind, durften wir da auch mitmachen. Es war ziemlich lustig und gleichzeitig auch sehr schön, da mir das Tanzen in Dresden fehlt und wir wenigstens ein bisschen Paartanz gemacht haben. Nach der Tanzstunde habe ich Nina Walzer beigebracht und dann kam einer der Tanzlehrer auf uns zu und meinte, wir sollten doch bei der Volkstanzgruppe mitmachen. Am Mittwoch durften wir die Italiener ebenfalls begleiten, diesmal ging es zum zwei Stunden nördlich gelegenen „Järvso“, was ein Tierpark mit skandinavischen Tieren ist. Wir haben dort Fjällrävar (ein weisser Fuchs), Elche, Wölfe und noch viel mehr gesehen. Die Fütterung der Wölfe haben wir uns dann aber nicht angeschaut. (3 Jahre Vegetarier sein lassen grüssen). Nach dem Tierpark sind wir noch einmal ca. 20min Bus gefahren und an einem Fluss ausgestiegen, wo wir dann mit sogenannten Langbooten gerudert sind. Dort haben wir uns mit zwei der Italiener angefreundet (Alessandro und Valerio (den Namen kann ich mir nur dank Game of Thrones merken)), denen wir auf der Fika-Pause schwedische Süssigkeiten gezeigt haben (Singoalla und Bilar). Da ich schon ein wenig kränkelte, bin ich am Donnerstag, als die Italiener zu einem Vikingerdorf gegangen sind, zuhause geblieben. Freitag war es auch nicht besser, aber es ging mir am Abend soweit gut, dass ich zum „Farewell-Dinner“ gehen konnte. Später bin ich mit ein paar schwedischen Freunden zur Willkommen-Feier der neuen Erst-Theater-Klässler gegangen, was ziemlich lustig war. Wir wurden am Ende in Familien aufgeteilt, und haben Erstklässler gelost. Für unsere Familie ist der Zuwachs eher spärlich ausgefallen, da von denen niemand da war. (Bei den Erstklässlern gibt des übrigens einen Jungen, der 4 Jahre (gefühlt) älter als ich aussieht und einen, der ein Double von Isak Valtersen (bzw. Tarjej Sandvik Moe) sein könnte.)

Das Wochenende war sehr unspektakulär, ich lag eigentlich nur im Bett und habe Filme geschaut. Montag war ich wieder in der Schule, das war meinem Körper aber zu stressig, sodass ich ab Dienstag wieder zuhause geblieben bin.

Am Samstag kam dann Nina zu mir (ihre Gastmutter war das Wochenende nicht da.) und wir sassen erstmal in meinem Zimmer herum, bis wir uns dann aufgerafft haben, und Einkaufen gegangen sind. Da das Einkaufszentrum ca. 2km entfernt ist und wir nur ein Fahrrad haben, sind wir gelaufen, was mich an Bullerbü erinnert hat. Nina brauchte lange Sportklamotten, was ich dann auch mal zum Anlass nahm, mir eine lange Sporthose zu kaufen. Nachdem der peinlich quietschende Einkaufswagen bei coop. dann mit Apfelmus, Getränken und unserer Fika gefüllt war, wir die Fika vor coop. hatten, sind wir dann vollgepackt wieder nach Hause gelaufen, wo wir dann für uns alle (Nina, ich & meine Gasteltern) Pfannkuchen auf deutsche Art (mit Apfelmus, Zucker & Zimt) gemacht haben. Während wir sie fabriziert haben, haben wir gruselige Schlager und Après-Ski-Hits gehört und waren uns fast selbst ein bisschen peinlich, besonders als wir einige Lieder mitsingen konnten. Nach dem Abendbrot haben wir dann zwei Filme (Leicht zu Haben (bzw. Easy A) und „“““Der Frühstücksclub“““ (The Breakfastclub, ganz ehrlich, wie kommt man auf die Idee, den Titel zu übersetzten??? Das klingt absolut läskig). Sonntag haben wir dann nicht mehr viel gemacht, nur verschiedene Lieder gehört und angefangen SKAM zu schauen, da Nina die Serie noch nicht kennt.

Heute bin ich seit gefühlten Jahren wieder in der Schule und habe beschlossen, Montags und Freitags mit Nina in den Deutschunterricht zu gehen. Im Bücherregal dort steht „Der … Wunschpunsch“ und „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (u.a.)! 🙂 Am Freitag kommt eine Klasse aus Deutschland, genauer gesagt Wurzen bei Leipzig. Ich hoffe, da ist niemand dabei, der extrem sächselt…

In der Mittagspause hatten wir Spass mit der Übersetzerfunktion des Blogs von Nina. Man kann dort den Blogbeitrag in verschiedene Sprachen, wie Italienisch, Niederländisch oder Englisch übersetzen. Ich wollte das ausprobieren und habe es auf Latein versucht. Da ich in Ninas letztem Beitrag namentlich erwähnt werde, wurde mein Name mitübersetzt (Lest euch den doch auch mal durch. Ist bei „Andere ATS“ verlinkt). Aus Luise wurde Ludovico… Bei den meisten anderen Sprachen werde ich einfach mit „ou“ geschrieben. Trinity (die übrigens Drievuldigheid auf Niederländisch heisst), hat mich jetzt unter „Ludovico von Settmann“ eingespeichert. (von Settmann, weil ich irgendwo liederlich geschrieben habe und deshalb jetzt bei der Schule so heisse…). Dafür habe ich sie unter Trinitatis eingespeichert, ihrem Lateinischen Synonym. (Nachtrag: Sie heisst jetzt doch Drievuldigheid)

Okay, das war’s mit dem Update von den letzten Wochen, habe auch ein Video auf YouTube hochgeladen, da könnt ihr die Ausflüge mit den Italienern nochmal in Bildern sehen.

Hejdå, Luise

Montag, 12:56

Hej!

Weil so viele gefragt haben, wie es mir in meiner ersten Schulwoche ergangen ist, kommt hier eine kurze Zusammenfassung. (Und okay, es hat auch ein bisschen genervt, dass alle gefragt haben.)

Im Moment haben wir reguläre Pause (von 9:40 bis 12:25 und nein, das ist kein Witz :D) und ich sitze mit einigen Klassenkameraden im Gang unserer Schule und hänge am Schullaptop. Das ist auch schon der erste Unterschied zum Deutschen Schulsystem. Hier bekommt man einen Laptop von der Schule (den man natürlich zurück gibt am Ende des Schuljahres).

Letzten Montag war ich sehr aufgeregt, wofür aber kein Grund bestand. Alle sind nett zu mir und reden Englisch, bis ich Schwedisch kann (hoffe ich jedenfalls :D). Wir hatten an dem Tag auch kein Unterricht, da eine Art Berufvorstellungstag war. Ich bin einfach ein paar Leuten aus meiner Klasse in die verschiedenen Berufsvorstellungen gefolgt und habe dadurch einen schwedischen Einblick in verschiedene Berufe wie Au Pair & Nanny in Großbritanien und Psychologie erhalten. (Verstanden hab ich wenig bis gar nichts.) Danach sollten wir bewerten, wie uns der Tag gefallen hat.

Am Dienstag musste ich erst 10:50 in der Schule sein und hatte am Nachmittag Schwedisch Unterricht, den meine Gastmutter gibt.

Mittwoch war der längste Tag in der Woche. Ich musste 8:30 (that’s when school here usally starts) in der Schule sein, um mich erstmal zu registrieren. In der ersten Stunde hatte ich Englisch, worauf ich mich sehr gefreut habe, da ich dort zum ersten Mal was verstanden habe. Danach hatten wir NaWi (Da ich im Theaterprogramm bin, wird das zusammengefasst.), die meisten Themen hatten wir letztes Jahr in Deutschland schon.

Nach der 50-minütigen Mittagspause hatte ich noch „fysisk teater“ und „regi“. Im ersteren sollten wir in der letzten Stunde (am Dienstag) ein Theaterstück aussuchen und es bis dahin lesen. Ich habe Hamlet genommen (auf Schwedisch) und es natürlich nicht gelesen. Aber ich kannte ja schon die Deutsche und Englische Version. In dieser Stunde sollten wir den Inhalt unseres Stückes kurz zusammenfassen und uns eine Szene aussuchen, die wir inszenieren wollen. Diese Szene sollten wir dann am Donnerstag aufschreiben, wir durften es aber von zuhause machen.

Okay, kommen wir zum Donnerstag: Da ich nicht zu „svensk som andraspråk 2“ muss (Ist für Menschen mit Migrationshintergrund, die aber schon ein paar Jahre in Schweden leben) und „Idrott och Hälsa“ wegen Krankheit ausfiel, wir „scenisk gestaltning“ zuhause erledigen konnten und die Wahlkurse (außer Mathe, aber ich habe Musik) erst diese Woche anfangen, konnte ich zuhause bleiben, da kein Unterricht übrig war. Ich war allerdings trotzdem in der Schule, um den Laptop abzuholen und einen Schreibblock zu kaufen – den aber nicht in der Schule)

Freitags habe ich regulär erst 9:35 Unterricht und nur drei Unterrichtsstunden, die ziemlich schnell vorbei waren. Am Abend war ich allerdings so fertig und müde von der Woche, dass ich die Einladung von Samstag nicht wahrnehmen konnte.

Das Wochenende war geprägt von Filme schauen und entspannen. Samstag Abend war ich „kräfta“ essen, was ein sehr traditionelles Essen ist. In Astrid Lindgrens Emil (Michel) gibt’s das auch. Das große Krabben-Essen von Katthult. (Ich war nicht auf Katthult, sondern nur bei einem Haus in der Nachbarschaft.) Passend zum Samstag gab es auch die sogenannten „lördagsgodis“, also die „Samstagssüßigkeiten“. Natürlich kann man in den heutigen Zeiten auch an anderen Wochentagen Süßigkeiten essen. (Übrigens ist es ziemlich blöd, dieses Wort auf ’ner schwedischen Tastatur schreiben zu wollen, da es kein „ü“ und kein „ß“ gibt.)

Das war meine erste Woche hier, sehr detailreich. Ich habe jetzt schwedisch, wo ich aber so lange schwedische Serien schauen kann, bis ich im Unterricht mitarbeiten kann.

Vielleicht habt ihr es mitbekommen, aber ich habe hier ein paar Fächer, die ich in Deutschland nicht hatte, aber auch ein paar Fächer, die ich hier nicht habe, wie zum Beispiel Mathe, Kunst und Französisch. Wie das dann nächstes Jahr wieder in Deutschland wird, weiß ich noch nicht. 😀

Hejdå, Luise

Swedish Fika

Fika (Swedish pronunciation: [²fiːka]) is a concept in Swedish culture with the basic meaning „to have coffee„, often accompanied with pastries, cookies or pie.[1] A more contemporary generalised meaning of the word, where the coffee may be replaced bytea or even juice, lemonade or saft for children, has become widespread. In some social circles, even just a sandwich or a small meal may be denoted a fika similar to the English concept of afternoon tea. In Sweden pastries in general (for example cinnamon buns) are often referred to as fikabröd („fika bread“).

The Swedish tradition is spreading through Swedish businesses around the world.[2]

(Wikipedia)

Man kann jederzeit und immer eine fika haben…

Sunday, 21:02

Dieser Eintrag ist Englisch, weil Baum.

Hej 🙂

since yesterday I am at my host family and it’s super funny. The „city“ I live in is great and I have for the first time an own room. Yesterday we were invited to a fika and it was really nice. When we left, I was just invited for next Friday to watch movies. (I had never expected this.)

Today we drove by bike to a bus station to go to Gävle. There we bought Müsli, an helmet, a calender and a diary (I want to write one so I can remember all. But I think, I can’t finish it.)

Then we went through the city so I can remember where some things are. We were at the school, too.

For dinner (at 5 o’clock) we ate pizza like yesterday but we made it ourselves. Yesterday it was from a restaurant. 

Now I’m going to wash my hair and sleep because tomorrow is my first school day and I’m really excited, because it’s going to be weird.

I hope you all are fine, I am (at the moment), 

Hejdå Luise